Wie bereiten Sie Behördengespräche mit EMA und FDA vor, die das Zulassungsverfahren wirklich voranbringen?
Wir bereiten Behördeninteraktionen mit EMA, FDA, BfArM und weiteren Behörden vor und begleiten sie: von Scientific Advice und Pre-Submission Meetings über die Fragenformulierung bis zur Inspektions- und CAPA-Kommunikation. Entscheidend ist nicht das Gespräch selbst, sondern die Frage davor. Eine präzise, entscheidungsfähige Fragestellung bestimmt, ob die Behördenantwort verwertbar ist; eine unscharfe Frage liefert eine Antwort, auf die sich im späteren Beurteilungsverfahren niemand stützen kann.
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Überblick
Warum scheitert Behördenkommunikation im Zulassungsverfahren?
Behördeninteraktionen mit EMA, FDA, BfArM, PEI, ANSM, MHRA und Swissmedic · Regulation (EC) No 726/2004, 21 CFR Part 312/314/601, EU 2017/745
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-12
Behördeninteraktionen sind kritische Meilensteine im Zulassungsweg. Nicht das Gespräch entscheidet über den Wert, sondern die Vorbereitung. Vier Punkte, an denen die Kommunikation am häufigsten ins Leere läuft:
- Unscharfe Fragenformulierung: Eine Behörde wie die EMA antwortet im Scientific Advice nach Regulation (EC) No 726/2004 nur auf die gestellte Frage; eine mehrdeutige Frage liefert keine verwertbare Antwort.
- Falsches Verfahren oder falscher Meeting-Typ: Pre-IND-, End-of-Phase-2- und Pre-NDA/BLA-Meetings folgen unterschiedlichen Erwartungen der FDA; rechtlicher Rahmen sind 21 CFR Part 312 (IND), Part 314 (NDA) und Part 601 (BLA).
- Zu späte Interaktion: Wird die Beratung erst nach Festlegung von Studien- oder CMC-Design gesucht, lässt sich die Rückmeldung nicht mehr einarbeiten; für die Studiendurchführung gilt die Clinical Trials Regulation (EU) No 536/2014.
- Defensive Inspektionskommunikation: Antworten auf Findings ohne Root-Cause-Analyse und ohne terminierte CAPA gefährden die Closure; bei der FDA bezogen auf die cGMP-Anforderungen nach 21 CFR Part 211.
Leistungen
Wie wir Sie unterstützen
Scientific Advice & Pre-Submission Meetings
Briefing-Dokument und entscheidungsfähige Fragenliste für EMA Scientific Advice nach Regulation (EC) No 726/2004 und FDA-Meetings; Nachbereitung der Meeting Minutes in eine priorisierte Maßnahmenliste.
FDA-Meeting-Strategie (Pre-IND bis NDA/BLA)
Meeting Request und Question Package für Pre-IND-, End-of-Phase-2- und Pre-NDA/BLA-Meetings entlang von 21 CFR Part 312, 314 und 601, mit begründeter Vorzugsoption je Frage.
Nationale Behörden & Benannte Stellen
Erstanträge und Variations an BfArM, PEI, ANSM, MHRA und Swissmedic nach Richtlinie 2001/83/EG sowie Koordination nationaler Verfahren mit Benannten Stellen unter EU 2017/745 (MDR).
Mehr erfahren →Inspektions- & CAPA-Kommunikation
Strukturierte Antwortschreiben auf Findings (Form FDA 483, Warning Letter, EU-GMP-Inspektionsberichte), CAPA-Plan mit Root-Cause-Analyse und begleitete Kommunikation bis zur behördlichen Closure.
Briefing-Dokumente & Fragenformulierung
Erstellung des Briefing Books bzw. Meeting Request Package mit der Position des Unternehmens zu jeder Frage, inklusive Backgrounder zu Entwicklungsstrategie, klinischen Endpunkten und CMC.
Kommunikationstraining für Behördengespräche
Vorbereitung und Mock Meeting für RA-Teams und Management: präzises Formulieren ohne Überinformation, Frage-Antwort-Skript und souveräner Umgang mit kritischen Rückfragen.
Wie wir zusammenarbeiten
Worauf es ankommt
Behördenkommunikation scheitert selten an der Behörde, sondern an der Vorbereitung. Drei Dinge müssen in der richtigen Reihenfolge stehen: zuerst die Entscheidung, die Sie brauchen (ein akzeptierter klinischer Endpunkt, eine CMC-Strategie, ein Studiendesign), dann die Frage, die genau diese Entscheidung herbeiführt, und erst danach das Verfahren, also EMA Scientific Advice nach Regulation (EC) No 726/2004 oder ein FDA-Meeting im Rahmen des IND nach 21 CFR Part 312. Wer die Reihenfolge umdreht und zuerst das Meeting bucht, formuliert Fragen, die die Behörde nicht entscheidungsfähig beantworten kann, und verschenkt einen Slot, der nicht beliebig wiederholbar ist.
Der eigentliche Engpass ist das Briefing-Dokument und das Timing. Scientific Advice ist nicht bindend, wiegt im Beurteilungsverfahren aber schwer; eine spätere Abweichung muss dokumentiert und begründet sein. Und eine Beratung, die erst nach Festlegung des Studiendesigns eintrifft, lässt sich nicht mehr einarbeiten. Genau hier setzen wir an: Wir definieren mit Ihnen die Entscheidung vor der Frage, formulieren die Frage vor dem Termin und übersetzen die Behördenantwort danach in eine priorisierte Maßnahmenliste, statt sie als abgeschlossenes Dokument abzulegen.
Unser Vorgehen
Unser Vorgehen
Schritt
Ergebnis
Zieldefinition & Behördenwahl
Festgelegte regulatorische Frage, passende Behörde und Verfahrensart, etwa EMA Scientific Advice oder ein FDA Type-B-Meeting.
Fragenformulierung
Präzise, entscheidungsfähige Fragenliste, abgestimmt auf den Entwicklungsstand und die zu treffende Entscheidung.
Briefing-Dokument
Vollständiges Briefing Book bzw. Meeting Request Package mit begründeter Position des Unternehmens zu jeder Frage.
Einreichung & Vorbereitung
Eingereichtes Dossier im Behördenformat, durchgeführtes Mock Meeting zur Vorbereitung des Teams.
Durchführung des Gesprächs
Geführtes Meeting mit dokumentierter Behördenposition (Minutes bzw. Advice Letter).
Nachbereitung & Umsetzung
Behördenantwort in priorisierte Maßnahmen übersetzt, jede Abweichung von der Beratung dokumentiert und begründet.
Typische Stolperfallen
Woran Projekte häufig scheitern
Die Fragen sind zu offen oder mehrdeutig formuliert.
Eine Behörde antwortet nur auf das, was gefragt wurde; eine unscharfe Frage liefert eine ausweichende oder unverwertbare Antwort, auf die sich im späteren Beurteilungsverfahren niemand stützen kann.
Scientific Advice wird als bindende Zusage missverstanden.
Die EMA-Beratung nach Regulation (EC) No 726/2004 ist nicht rechtlich bindend, wiegt im Beurteilungsverfahren aber schwer; wer ohne dokumentierte Begründung von der Beratung abweicht, muss mit Beanstandungen rechnen.
Das Behördengespräch wird zu spät angesetzt.
Wer Scientific Advice oder ein End-of-Phase-2-Meeting erst nach Festlegung des Studiendesigns sucht, kann die Rückmeldung nicht mehr einarbeiten und trägt das Risiko eines nicht akzeptierten Endpunkts allein.
Das Briefing-Dokument überfrachtet die Behörde mit Daten statt einer klaren Position.
Ohne begründete Vorzugsoption je Frage verlagert sich die Diskussion ins Meeting selbst, wo die Zeit für echte Klärung fehlt.
Die Antwort auf Inspektions-Findings (Form FDA 483, Warning Letter) wird defensiv oder ohne Root-Cause geführt.
CAPAs ohne nachvollziehbare Ursachenanalyse und realistische Termine provozieren Folgeauflagen statt der Closure; Datenintegritätsmängel sind mit Bezug auf 21 CFR Part 11 zu adressieren.
FAQ
Häufige Fragen
Quellen
- Verordnung (EG) Nr. 726/2004, Primärtext (EMA, zentralisiertes Zulassungsverfahren, Scientific Advice)
- Richtlinie 2001/83/EG: Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel
- Verordnung (EU) Nr. 536/2014: Clinical Trials Regulation (CTR)
- US FDA: 21 CFR Parts 11, 211, 312, 314, 601, 807, 814
- FDA Guidance: Formal Meetings Between the FDA and Sponsors or Applicants of PDUFA Products (Meeting-Typen A/B/C)
- FDA Guidance: Requests for Feedback and Meetings for Medical Device Submissions, The Q-Submission Program
- Verordnung (EU) 2017/745 (MDR), Primärtext
- Writer-Quelldatei: health-authority-interaction.md (2026-03-29)
- https://theentourage.de/expertise/health-authority-interaction/ (bestehender Seiteninhalt, überarbeitet)
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- Regulation (EC) No 726/2004 (EMA, zentralisiertes Zulassungsverfahren, Scientific Advice)
- Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel)
- Regulation (EU) No 536/2014 (Clinical Trials Regulation, CTR)
- 21 CFR Part 312 (Investigational New Drug Application, IND)
- 21 CFR Part 314 (New Drug Application, NDA)
- 21 CFR Part 601 (Biologics License Application, BLA)
- 21 CFR Part 211 (cGMP für Arzneimittel)
- 21 CFR Part 11 (elektronische Aufzeichnungen und Unterschriften)
- 21 CFR Part 807 (510(k) Premarket Notification)
- 21 CFR Part 814 (Premarket Approval, PMA)
- EU 2017/745 (MDR)
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FDA-Zulassung Medizinprodukte →
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Kommunikation mit Benannten Stellen und Behörden unter EU 2017/745
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