Private Equity
Wie wird aus einem Portfoliounternehmen in der Halteperiode messbar mehr Wert?
Wir arbeiten für Private-Equity-Häuser, Finanzinvestoren, Family Offices und strategische Käufer an den operativen Hebeln eines Life-Sciences-Portfoliounternehmens: Manufacturing Excellence, Sanierung des Qualitätssystems, Lieferkette und Beschaffung, Digitalisierung und Datentransparenz. Die Wertsteigerung liegt dabei selten in einer neuen Strategie, sondern in dem, was die Due Diligence als Befund notiert hat und was danach liegen geblieben ist.
Überblick
Der Wert liegt in der abgearbeiteten Befundliste
Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026
Nach dem Closing existiert in fast jedem Fall eine Liste: die Befunde der Due Diligence, sortiert nach ihrer Wirkung auf die Terms. Was danach passiert, entscheidet über die Wertentwicklung mehr als jede Strategieübung, denn diese Befunde sind bereits identifiziert, priorisiert und in ihrer Wirkung bekannt.
- Abweichungen und offene CAPA sind der teuerste Rückstand, weil sie Kapazität binden und den nächsten Audit vorbelasten. Ihr Abbau ist zugleich der am besten messbare Hebel.
- Die Anlagenauslastung ist selten ein Technikproblem. Wer OEE ehrlich messen kann, findet die Verluste in Rüstzeiten, Planung und Störungsbehebung, nicht in der Maschine.
- Beschaffung und Absatzplanung werden getrennt betrachtet, obwohl die Herstellkosten an ihrer Kopplung hängen. Ohne integriertes S&OP bleibt die Bestandsreichweite eine Schätzung.
- Digitalisierung wird als IT-Projekt geführt und liefert dann Systeme ohne belastbare Daten. Erst die Datentransparenz macht die übrigen Hebel überhaupt steuerbar.
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Woran Projekte häufig scheitern
Die Befundliste der Due Diligence wird nach dem Closing nicht weitergeführt. Aufwand und Wirkung stehen dort schon zusammen; wer sie liegen lässt, priorisiert danach nach Bauchgefühl und verliert die Vergleichbarkeit zum Investment Case.
Es werden zu viele Workstreams gleichzeitig eröffnet. Ein Portfoliounternehmen im operativen Rückstand hat die Führungskapazität für zwei oder drei parallele Stränge, nicht für acht; die übrigen erzeugen Statusberichte statt Wirkung.
Kennzahlen werden erhoben, bevor die Datenbasis trägt. Eine OEE aus manuell gepflegten Tabellen bewegt sich mit der Erfassungsdisziplin und nicht mit der Anlage, und jede darauf gestützte Entscheidung ist angreifbar.
Berücksichtigte Verordnungen & Normen
- EU-GMP-Leitfaden Teil I und II (Gute Herstellungspraxis)
- EU-GMP-Leitfaden Annex 11 (Computergestützte Systeme)
- ISO 13485:2016 (QM-System für Medizinprodukte)
- Verordnung (EU) 2017/745 (MDR), Kapitel VII (Überwachung nach dem Inverkehrbringen)
- 21 CFR Part 11 (Elektronische Aufzeichnungen und Signaturen)
Häufige Fragen
Quellen
- EU-GMP-Leitfaden Teil I und II: Gute Herstellungspraxis für Arzneimittel
- EU-GMP-Leitfaden Annex 11: Computergestützte Systeme
- ISO 13485:2016: Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte
- 21 CFR Part 11: Electronic Records and Electronic Signatures
- Eigene Case Study: fill-finish-turnaround-pharma (52 % weniger überfällige Abweichungen, 51 % mehr Produktion)
- Eigene Case Study: lean-six-sigma-sterile-abfuellung (+20 % OEE innerhalb von zwölf Monaten)
- docs/PRIVATE-EQUITY-HUB-KONZEPT.md, Abschnitte 4a und 8a (Kennzahlen mit Quelle, Schreibregeln)